Der Weg zur Deutschen Meisterschaft führt über Hannover-Kirchrode
28. Juni 2026 von Paavo Alexander Kräuter

Es ist der kürzeste Weg zur Deutschen Meisterschaft: Gerade mal 14 Partien trennen einen im Dähne-Pokal vom Kandidatenturnier der Deutschen Meisterschaft, von denen man theoretisch sogar zwei verlieren kann. Dass der Wettbewerb bisher dennoch etwas links liegen gelassen wurde, bezeichnete ein Schachfreund treffend als ein „Marketingproblem“: der Sachverhalt ist vielerseits schlicht unbekannt. Auch das Startgeld für die im Oktober anstehende Bezirkseinzelmeisterschaft spart sich der Sieger (hier reichen schon sechs erfolgreiche Partien). Wer ein regionales Vorturnier gewinnen konnte, startet schon im Viertelfinale und hat bereits einen Fuß in der Tür für das Finale auf Landesebene Ende des Jahres. Auch sonst lohnt die Teilnahme: ELO & DWZ-Auswertung, garantierte sechs Partien klassisches Schach, Verpflegung vor Ort, 400€ Preisfonds und vieles mehr erwarten die bis zu 36 Teilnehmer im Spiellokal der SG Weiß-Blau Eilenriede an der Kühnsstraße 18A vom 7. bis 9. August beim Bezirksfinale des Pokalwettbewerbs. Details finden Interessenten in der Ausschreibung.

Ganz tief ins Partienarchiv der Schachtiger muss man sich begeben um eine größere Teilnehmerzahl als die diesjährige aufzufinden: 52 Spieler waren es 2008 in der damaligen (und zukünftigen?) Regionseinzelmeisterschaft gewesen, nochmal 20% mehr als dieses Jahr. Dennoch stellt die mehr als verdoppelte Teilnehmerzahl der nun vergangenen Spielzeit eine erfreuliche Kehrtwende in der Geschichte des Turnieres und im Spielbetrieb des Bezirkes dar, war das Turnier mit nur mehr 20 Teilnehmern im Jahre 2025 doch etwas verblasst. Die neue Lebensfrische der Veranstaltung zeigt sich auch ganz unmittelbar in den Bildern der Siegerehrung, hatten doch nicht nur zum ersten Male seit vielen Jahren eine größere Zahl an Nachwuchsspielern die Räume an der Leine bespielt, sondern auch gleich beinah das gesamte Preisgeld vereinnahmt, allen voran Moritz Krüger vom SK Lehrte (hier in rot), der sich den Turniersieg in der letzten Runde sicherte. Dieses und weitere Photos von Henning Lüders (dessen Sohn auch einen Preis stibitzte) gibt es 